Donnerstag, 24. Dezember 2015

Hurra! - Meine eigene Werkstatt

Vor mehr als 15 Jahren habe ich begonnen, Wartungsarbeiten an meinem Motorrad selbst durchzuführen. Und all die Jahre fehlte dafür der geeignete Platz. Anfangs fanden alle Schraubarbeiten auf dem Parkplatz vor dem Haus statt, später dann in der Hauseinfahrt, teilweise sogar auf dem Gehsteig, abhängig von der jeweiligen Wohnsituation. In den letzten Jahren hatte ich es ja schon viel besser: die eigene Terrasse bot zumindest ausreichend Platz.

Aber alle Plätze hatten gemeinsam, dass es immer folgendermaßen ablief:
Werkzeug, Ersatzteile, Arbeitsmittel, Öl, Sprays, usw aus dem Keller zum Motorrad tragen, dann endlich mit den eigentlichen Arbeiten beginnen und danach wieder alles im Keller verstauen. Bei mehrtägigem Aufwand wiederholte sich das her- und wegräumen jeden Tag erweitert um alle Teile, die bereits abgeschraubt waren. Und alles bedurfte einer guten Planung bzgl Wetter. Denn bei Schlechtwetter fiel dann alles ins Wasser bzw. musste das zerlegte Motorrad warten, bis Wetter und Freizeit zuließen, dass die im Keller zwischengelagerten Teile wieder ihren Weg zum Motorrad finden konnten.

Bedingt durch die Abhängigkeit von der Witterung kam noch der innere Zwiespalt hinzu, denn bei Schönwetter galt es dann abzuwägen: schrauben oder fahren. Und im Winter ging keines von beiden.

Aus Platzgründen kam weder eine Garage noch ein Carport in Frage und der Keller wäre zwar zum Schrauben wunderbar geeignet, allerdings müsste ich mein Motorrad in Einzelteilen dorthin transportieren, da der Abgang durch den Flur mit mehreren engen rechtwinkeligen Ecken führt.

Aber nun habe ich endlich eine geeignete Lösung gefunden: ein Rennzelt!

Dieses passt sowohl in den Garten als auch in die Einfahrt/Partkplatz. Das Auto muss zwar inzwischen auf der Straße stehen, aber damit kann ich gut leben. Mit seiner Größe von 3x3m passt selbst meine Groß-Enduro gut hinein und auf beiden Seiten bleibt genug Platz für Werktisch und Teile. Die Seitenteile ermöglichen auch mehrtägige Arbeiten, ohne alles zwischendurch wegräumen zu müssen, und schützen Motorrad und Ausrüstung vor jeglicher Witterung. Durch Leuchte und Heizstrahler aus dem Baumarkt können sämtliche Arbeiten sowohl nach Einbruch der Dunkelheit als auch im Winter fortgesetzt werden. Und wenn ich längere Zeit nicht mehr schraube, dann kann ich das Zelt einfach abbauen und im Keller verstauen.

Nun steht dem weiteren Umbau und allen Wartungsarbeiten vor Beginn der nächsten Saison nichts mehr im Wege.


Das einzige, das noch fehlt, ist die vierte Zeltwand mit Tür. Aber die ist derzeit leider nicht lieferbar. Hoffentlich ändert sich das bald.







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